Medizinisches Cannabis in Deutschland

Deutschland ist der größte Markt für medizinisches Cannabis in Europa und kann in zwei Hauptteilmärkte unterteilt werden:

Der pharmazeutische Cannabismarkt, der pharmazeutische Arzneimittel auf Cannabisbasis darstellt. Deutschland erlaubt den Verkauf der meisten dieser Cannabis-Medikamente, einschließlich Sativex, Dronabinol und Nabilone.

Der medizinische Markt. Medizinisches Cannabis umfasst pflanzliche und pflanzliche Cannabisprodukte. Deutschland erlaubt seit 2017 die Verwendung von Cannabisblüten für medizinische Zwecke. Die medizinischen Cannabisprogramme des Landes werden noch entwickelt. Sie werden jedoch zu den robustesten in Europa gehören.

Seit März 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland legal. Pflanzen der Gattung Cannabis wurden von Anhang I in Anhang III des BtMG überführt. Dies machte Cannabisblüten und -extrakte marktfähig und verschreibungspflichtig. Vor dieser Zeit war dies nur bei pharmazeutischen Produkten der Fall.

Pharmazeutische Produkte umfassen:

  • Sativex: Sativex wird zur Behandlung von Spastik bei Menschen mit Multipler Sklerose angewendet.
  • Dronabinol: Dronabinol wird zur Linderung von Übelkeit bei Patienten angewendet, die sich einer Chemotherapie unterziehen. Es wird auch verwendet, um den Appetit auf Menschen mit HIV wiederherzustellen.
  • Nabilon: Nabilon wird zur Behandlung von Übelkeit bei Krebspatienten angewendet, die sich einer Chemotherapie unterziehen.

Medizinische Produkte umfassen

  • Cannabisblume: Die Blume kann mit einem Verdampfer inhaliert werden. Rauchen ist nicht vorgeschrieben, da es als giftig gilt.
  • Cannabisextrakte: Diese Flüssigkeiten werden unter die Zunge aufgetragen und gelangen in den Blutkreislauf

Derzeit sind die Kosten für die Behandlung mit Cannabisblüten erheblich höher als bei einer Behandlung auf Opioidbasis.

Diese hohen Preise resultieren hauptsächlich aus:

  • ein Mangel an Angebot
  • ein Mangel an heimischem Anbau, der die Importkosten erhöht
  • Vorbereitungsgebühren von Apotheken zur Deckung der Kosten für Verpackung, Kennzeichnung und Dosierung

Medizinische Cannabis-Lieferkette Vor dem 26. März 2019 wurden 993,30 Kilogramm medizinische Cannabisblüte nach Deutschland importiert:

Im Jahr 2017 importierte Deutschland 1,200 Kilogramm medizinische Cannabisblüte. Dies hat sich 2018 mehr als verdreifacht und lag bei rund 4,400 Kilogramm (etwas mehr als 3,000 Kilogramm davon wurden für die Apothekenabgabe bereitgestellt). Vor April 2019 waren die Niederlande und Kanada die einzigen beiden Länder, die medizinisches Cannabis zur Verteilung an Patienten in deutsche Apotheken exportieren konnten. 2018 stammte die Hälfte davon aus Kanada. Die Cansativa GmbH, ein deutscher Cannabis-Händler und -Großhändler, war ab April 2019 das erste europäische Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit dem kolumbianischen Unternehmen Clever Leaves und Fotmer Life Sciences aus Uruguay die Genehmigung zum Import von Cannabis für wissenschaftliche Zwecke aus Lateinamerika erhielt. Darüber hinaus erhielt Cansativa im September 2019 medizinisches Cannabis aus Portugal und medizinisches Cannabisöl von der australischen Firma Little Green Pharma zu Testzwecken. Das Importvolumen nach Deutschland verdoppelt sich derzeit jedes Jahr, aber die Inlandslieferungen werden voraussichtlich ab 2021 online gehen. 2019 teilte der niederländische Gesundheitsminister dem Parlament mit, dass die Exporte von medizinischen Cannabisblüten nach Deutschland in diesem Jahr zunehmen werden. Das niederländische Parlament berichtete, dass das Land 2019 seine Exporte von medizinischem Cannabis nach Deutschland um 1,000 Kilogramm pro Jahr steigern werde. Für die Jahre 2019 und 2020 planen die Niederlande den Export von insgesamt 2,500 Kilogramm nach Deutschland. Es war geplant, bis August 1,500 Kilogramm und die restlichen 1,000 Kilogramm bis Ende Dezember 2019 zu liefern. Das kanadische Unternehmen Tilray gab bekannt, dass es mit der Cannamedical Pharma GmbH einen Vertrag über 3 Millionen Euro zur Lieferung von medizinischem Cannabis an den deutschen Markt aus seiner neu eröffneten Anlage unterzeichnet hat in Coimbra, Portugal. Medizinisches Cannabis (gegen Vorlage eines ärztlichen Rezepts) kann nur in Apotheken verkauft werden, von denen es in Deutschland etwa 20,000 gibt.


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